Grundkurs Method Acting

Du willst:

  • dich als Schauspieler/in so vorbereiten können, dass du jeder schauspielerischen Aufgabe gewachsen bist
  • dich in jedes Gefühl und jeden Zustand einer Rolle hineinversetzen können
  • eine Rolle echt, authentisch, glaubwürdig, wahrhaftig,  berührend und bewegend interpretieren
  • deinen einzigartigen Weg zur Figur und dessen Persönlichkeitsmerkmalen finden
  • deine ganzheitlichen Möglichkeiten kennen lernen, um dich schauspielerisch auszudrücken

Dann ist dieser Kurs genau das richtige für DICH!

Eine detaillierte Kursbeschreibung findest Du am Ende dieser Seite.

 

Wann: Mittwoch

4.10./25.10./1.11./8.11./15.11./22.11./29.11./6.12./13.12./20.12.2017

Zeit: 18.30 bis 21.30 Uhr

Wo:  GZ Oerlikon, Kursraum, Gubelstrasse 10, 8050 Zürich

Wer: Dieser Kurs eignet sich für alle, die mit dem Kursinhalt noch nicht vertraut sind, diesen auffrischen wollen oder ein regelmässiges schauspielerisches Training wünschen.

Kursunterlagen: Die Teilnehmer/innen erhalten die Kursunterlagen als PDF. Als Bonus bekommen sie zahlreiche Artikel als PDF sowie Audio- und Videomaterial als mp4-Download.

Kosten:

  1. Die 10 Lektionen zu 3 Stunden kosten CHF 695.00 plus CHF 35.00 für die Kursunterlagen, Total CHF 730.00.
  2. Der Kursbetrag kann auch in zwei Raten von 2 x CHF 364.85 bezahlt werden (inkl. 5% Ratenzuschlag) plus CHF 35.00 für die Kursunterlagen.
  3. Die Teilnahmegebühr und der Betrag für die Kursunterlagen ist vor Beginn des Kurses einzuzahlen an:
  • IBAN: CH17 0900 0000 8999 1268 4
  • BIC: POFICHBEXXX
  • Postfinance-Konto Nr.: 89-991268-4
  • Kontobezeichnung:
  • mahagi film GmbH, ZES Zentrum für Entwicklung im Schauspiel, 8424 Embrach

Teilnahmebedingungen

Kursleitung: Marco Hausammann-Gilardi hat 35 Jahre Erfahrung als Schauspieler, Autor, Regisseur und Produzent in Theater, Film und Fernsehen. Er war von 1986 bis 1988 an Strasberg’s Real Stage, bei Ernie Martin (Artistic Director Actor’s Studio Los Angeles) und am Actor’s Studio New York (PO). Seit 1988 unterrichtet er auf dieser Basis und seinen praktischen Berufserfahrungen. Er ist Mitglied folgender Berufsverbände:

Mehr Infos zum Kursleiter

 

Anmeldung

Fieldset

  • Ich melde mich verbindlich an für den Grundkurs Method Acting des ZES Zentrum für Entwicklung im Schauspiel. Wann: Mittwoch 4.10./25.10./1.11./8.11./15.11./22.11./29.11./6.12./13.12./20.12.2017. Zeit: 18.30 bis 21.30 Uhr. Wo: GZ Oerlikon (Kursraum im 2. Stock), Gubelstrasse 10, 8050 Zürich.
 

Verification

Detaillierte Kursbeschreibung

Ein Mensch besteht aus Körper, Geist und Seele. Er bewegt sich in seiner Umwelt, handelt aus einer Motivation und begegnet dabei inneren und äusseren Konflikten.

Wenn ein Schauspieler (Schauspielerinnen sind immer mitgemeint) eine Rolle echt, authentisch, glaubwürdig, wahrhaftig,  berührend und bewegend interpretieren will, so muss er die Gesamtheit der menschlichen Situation in der Figur erfassen, erarbeiten und ausdrücken können.

Durch eine emotional echte, psychologisch fundierte, physisch präsente und der Rolle angemessene Darstellung entstehen ein authentisches Schauspiel und dadurch die grösstmögliche Glaubwürdigkeit.

Dies wird erreicht, indem der Schauspieler die Ursachen des zu spielenden Charakters herstellt. Die Wirkung stellt sich dann, wie im wirklichen Leben, ganz von alleine ein. Das heisst, der Schauspieler spielt keine Situation, er lebt sie.

Am Anfang jeder Lektion steht die schauspielerische Entspannung und Vorbereitung:

  • Der Schauspieler (Schauspielerinnen sind immer mitgemeint) lockert und wärmt seinen Körper auf und macht ihn wach und geschmeidig.
  • Gleichzeitig leert der Schauspieler mittels Sprache und Geräuschen seinen Geist von Gedanken und seine Seele von Gefühlen, damit er sich voll und ganz auf die Entwicklung des zu spielenden Charakters konzentrieren kann.
  • Mit der Übung schauspielerisches ZaZen überprüft der Schauspieler, ob er die notwendige Konzentration tatsächlich erreicht hat. Falls nicht, so kehrt er zur schauspielerischen Entspannung und Vorbereitung zurück.

Ist die Konzentration hergestellt, so fokussiert sich der Schauspieler auf die Übung der Sinneserinnerung:

  • Mit der Sinneserinnerung lernt der Schauspieler, sich und seine Umwelt bewusst über seine fünf Sinne (Sehen, Hören, Riechen, Geschmack, Tasten) wahrzunehmen und diese Eindrücke aus der Erinnerung wieder zum Leben zu erwecken und auszudrücken.
  • Der Schauspieler setzt dabei immer die drei Möglichkeiten des EBI ein, Erfahrung, Beobachtung und Imagination.
  • Mit geführten Sinnesreisen taucht der Schauspieler immer tiefer ein in emotionale, körperliche und geistige Zustände.
  • Mit dem neutralen Monolog und der neutralen Tätigkeit wird die Sinneserinnerung an die Realität des Schauspielers heran geführt.
  • Mit Blitzsensory wird spielerisch-experimentell die Spontanität und Flexibilität im Umgang mit der Sinneserinnerung und das Reagieren auf äussere Impulse und Regieanweisungen trainiert.

Die Sinneserinnerung ist die Grundlage für die spätere Entwicklung von emotionaler Erinnerung, affektiver Erinnerung, Körpererinnerung und geistigem Fokus.

Die Gesamtheit dieser Übungen ermöglichen es dem Schauspieler auf Abruf in die für die Rolleninterpretation gewählten Atmosphären, Stimmungen, Gefühle, körperlichen und geistigen Zustände zu gelangen, diese zu halten, zu variieren und auch wieder aus ihnen auszusteigen.

Dieser Teil der Ausbildung geht primär auf die Erkenntnisse von Konstantin Stanislavski zurück, welche Lee Strasberg am Actors Studio zum weltweit bekannten Method Acting weiter entwickelte.

Im zweiten Teil der Lektionen werden die Erkenntnisse und Fähigkeiten aus Erinnerungsübungen kontinuierlich angewendet, überprüft und vertieft. Das Hauptaugenmerk richtet sich jedoch auf weitere Elemente der ganzheitlichen Schauspielerei.

Mit der Meisner Technik (Sandford Meisner) lenkt der Schauspieler seine Aufmerksamkeit weg von sich selbst und hin zum Geben und Nehmen, Agieren und Reagieren, Sprechen und Zuhören. Es geht darum „Wahrhaftig unter gegebenen Umständen zu leben“, im Jetzt zu sein, „Moment für Moment“. Der Schauspieler lernt, sich auf seine Instinkte zu verlassen und konstruiertes oder vorweggenommenes (antizipiertes) Spiel zu vermeiden. Damit gewinnt das Schauspiel an Tiefe und gleichzeitig wird Beliebigkeit vermieden. Die Wiederholungsübung eignet sich auch, um Subtext und nonverbale Kommunikation unter die Lupe zu nehmen. Der Schauspieler lernt, dass er wissen und spüren muss, warum er etwas sagt. Der richtige Ausdruck für seine Worte und Handlungen entsteht daraus automatisch.

Jede Rolle beschreibt ein Individuum. Diese Figur hat eine Persönlichkeit, ein Temperament, einen Charakter. Bevor der Schauspieler dies entwickeln kann, muss er diese erst erkennen. Mit der Annäherung an einen Text lernt der Schauspieler diesen zu analysieren, auszulegen und zu interpretieren. Die zentralen Aussagen, Inhalte und Strukturmerkmale des Textes müssen vom Schauspieler erkannt werden. Die Ansätze von Stella Adler sind in diesem Bereich besonders nützlich.

Mit Übungen wie der Recherche, dem Rollenmodell, der Tierübung und anderen konkreten und abstrakten Zugangswegen sucht und findet der Schauspieler seinen einzigartigen Weg zur Figur und dessen Persönlichkeitsmerkmalen.

Durch die Übung Auftritt mit Vorbereitung lernt der Schauspieler, seiner Figur jene Persönlichkeit zu geben, damit diese wirkt, vom Moment, wo sie wahrnehmbar ist. In der szenischen Arbeit geht es (unter anderem) darum, den Charakter der Rollen permanent weiter zu entwickeln.

Als Verlängerung des Schauspielers können Objekte aller Art verwendet werden. Kostüme, Requisiten oder Kulissen und der Umgang des Schauspielers mit ihnen erzählen dem Zuschauer sehr viel über die Figur selbst, aber auch über dessen Umgang mit seiner Umwelt und seinen Mitmenschen. Die Übungen Schauspieler und Objekt (Uta Hagen) lehren den Schauspieler sich bewusst und gezielt mit und über Objekte auszudrücken.

Mit Improvisationen lernt der Schauspieler seine frisch angeeigneten Techniken umzusetzen, spontan zu reagieren, sich an eine Rolle und Szene anzunähern, diese zu entwickeln und immer wieder neue Lösungsansätze auszuprobieren.

Auch der Umgang mit Lampenfieber ist integrierter Bestandteil des Grundkurses.

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